„Was passiert in der Bewegungstherapie in Deutschland? – Neues Forschungsprojekt startet im Frühjahr 2015!

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Obwohl Bewegungstherapie das umfangstärkste Behandlungselement innerhalb der Rehabilitation chronischer Erkrankungen darstellt, steht bislang ein vergleichsweise geringes Wissen zur Verfügung, wie Bewegungstherapie in der deutschen Rehabilitationspraxis tatsächlich realisiert wird. Ziel des Forschungsprojektes „BewegtheReha“ ist es, den Status quo der bewegungstherapeutischen Versorgung zu bestimmen. Hierfür wird innerhalb des Projektes erstmalig eine umfassende Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes der Bewegungstherapie in Deutschland vorgenommen.

Was bisher geschah?

In einem ersten Schritt wurde in Projektphase I für die bundesweite Bestandsaufnahme im Forscherteam ein Fragebogen zu bewegungstherapeutischen Konzepten und Prozessmerkmalen entwickelt. Dieser wurde bzgl. Verständlichkeit, Vollständigkeit und Akzeptanz durch in der Praxis der Bewegungstherapie tätige Personen und Mitglieder des Expertengremiums (DGRW-AG Bewegungstherapie) zuerst erprobt.
Der Versand des Fragebogens, der an leitende Personen der Bewegungstherapie adressiert war, erfolgte ab Mai 2015 anhand einer Codierungsliste über die DRV Bund an 1558 Fachabteilungen von 1146 Rehabilitationseinrichtungen. Die Rücksendung erfolgte anonym. Insgesamt erteilten 700 Einrichtungen eine Rückmeldung, davon haben 552 Angaben zu ihren bewegungstherapeutischen Abteilungen gemacht (48%).
Um in Ergänzung zur Befragung einen noch detaillierteren Einblick in die bewegungstherapeutische Versorgung zu erhalten, erklärten sich 255 leitende Personen der Bewegungstherapie bereit, im Nachgang in Bezug auf die Bereitstellung vorhandener Dokumente (z.B. Therapiekonzepte, Manuale) kontaktiert werden zu dürfen. Entsprechend wurden anschließend durchschnittlich zehn Dokumente pro Einrichtung zugesandt, die pro Einrichtung rund 70 Seiten umfassten.

Wie geht es weiter?

In Projektphase II finden im Frühjahr 2016 Entwicklungsworkshops statt. Dazu werden auf Grundlage der Ergebnisse aus Phase I Bewegungstherapeutinnen und Bewegungstherapeuten aus ausgewählten Einrichtungen eingeladen um Konzepte und Prozessmerkmale der Bewegungstherapie eingehender zu untersuchen und dabei die individuellen Sichtweisen der Akteure direkt zu berücksichtigen.

Aktuelle Ergebnisse des Projekts

Hier finden Sei die aktuellen Ergebnisse des Projekts BewegtheReha. Die beiden Abstracts wurden auf dem 25. Rehakolloquium der Deutschen Rentenversicherung 2016 vorgestellt.

2016_BTR_Beitrag Reha Kolloq Sudeck Deprins (offiziell)

BTR_Inhaltliche Ausrichtung und Standardisierungsgrad (offiziell)

 

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Ihr BewegtheReha-Team

bewegtherehateam

v. l. n. r. Dr. Wolfgang geidl, Judith Deprins, Prof. Dr. Gorden Sudeck, Prof. Dr. Klaus Pfeifer, René Streber

Kontakt:

rene.streber@fau.de
wolfgang.geidl@fau.de
judith.deprins@uni-tuebingen.de

Archiv:

Neues Forschungsprojekt gestartet

Welche Bewegungstherapiekonzepte gibt es eigentlich in deutschen Reha-Einrichtungen? Welche Ziele sind den Bewegungstherapeutinnen und -therapeuten wichtig? Und mit welchen Inhalten und Methoden werden diese Ziele angesteuert?

Obwohl Bewegungstherapie die umfangstärkste Intervention innerhalb der Rehabilitation chronischer Erkrankungen darstellt, steht bislang ein vergleichsweise geringes Wissen zur Verfügung, wie Bewegungstherapie in der deutschen Rehabilitationspraxis tatsächlich realisiert wird. Das Forschungsprojekt „Bewegungstherapie in der Rehabilitation“ (BewegTheReha) möchte dies ändern und u. a. die eingangs aufgeführten Fragen beantworten. Ziel des Projektes ist es, den Status quo der bewegungstherapeutischen Versorgung zu bestimmen. Hierfür wird innerhalb des Projektes erstmalig eine umfassende Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes der Bewegungstherapie in Deutschland vorgenommen.

Das von der Deutschen Rentenversicherung Bund geförderte Projekt wird von Prof. Klaus Pfeifer und Prof. Gorden Sudeck geleitet und in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Bewegungstherapie der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften bearbeitet. In einem ersten Schritt werden die beteiligten Forscherinnen und Forscher im Frühjahr 2015 eine bundesweite Erhebung von bewegungstherapeutischen Konzepten durchführen und dafür ca. 1500 Rehabilitationseinrichtungen anschreiben. Dabei geht es unter anderem um die Frage, welche Konzepte in den Einrichtungen vorliegen und wie diese gestaltet sind (z. B. Ziele, Inhalte, Methoden etc.). Außerdem werden in der ersten Phase qualitätsrelevante Prozessmerkmale der Bewegungstherapie erfragt: welche Assessments werden eingesetzt; wie ist die Bewegungstherapie organisiert etc.? Darauf aufbauend werden 2016 in der zweiten Projektphase Konzepte und Prozessmerkmale der Bewegungstherapie eingehender untersucht werden. In Phase 2 werden die individuellen Sichtweisen von Bewegungstherapeutinnen und ‑therapeuten direkt berücksichtigt werden. Das Thema „Bindung an regelmäßige körperlich-sportliche Aktivität“ spielt dabei eine besondere Rolle. Das Forscherteam möchte unter anderem herausfinden, welche Inhalte und Methoden aktuell in der Praxis zur Förderung eines körperlich-aktiven Lebensstils eingesetzt werden.

Die Ergebnisse bilden die Basis für die systematische Qualitätsentwicklung der Bewegungstherapie in der Rehabilitation insbesondere im Hinblick auf die Weiterentwicklung und Verbreitung evidenzbasierter bewegungstherapeutischer Konzepte.

Zeitraum: 2015-2016
Projektleiter: Prof. Dr. Klaus Pfeifer
Projektmitarbeiter: Wolfgang Geidl, René Streber
Kooperationspartner: Prof. Dr. Gorden Sudeck, Eberhard Karls Universität Tübingen, Institut für Sportwissenschaft
Auftraggeber: Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund

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