Forschungsprofil

Der Arbeitsbereich Bewegung und Gesundheit (Leiter: Prof. Dr. Klaus Pfeifer) befasst sich mit den gesundheitsförderlichen Potenzialen von körperlicher Aktivität und Sport. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen Möglichkeiten zur Stärkung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz im Spektrum zwischen erzielbaren physiologischen Anpassungen und individuellem Gesundheitsverhalten. Dabei werden Fragestellungen zu Ausgangsbedingungen und Untersuchungsmethoden sowie insbesondere zur Konzeptualisierung, Realisierung und Evaluation entsprechender Interventionen adressiert.

Die Arbeitsgruppe verfolgt einen integrativ-kooperativen Forschungsansatz. Im Rahmen anwendungsorientierter interdisziplinärer Forschungsprojekte bestehen Kooperationen mit Medizinern, Psychologen, Pädagogen, Physiotherapeuten und Gerontologen. Der Arbeitsbereich leitet in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Public Health und Bewegung den englischsprachigen internationalen MA Studiengang „Physical Activity & Health“.

Aktuelle Forschungsbereiche

Bewegungsbezogene Gesundheitsförderung – Bewegungstherapie und Gesundheitssport

Die Entwicklung und Evaluation evidenzbasierter bewegungstherapeutischer Konzepte für Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie z.B. Rückenschmerzen, Arthrose, Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen ist mit Blick auf den Panoramawandel der Erkrankungen von großer Bedeutung. Die Verknüpfung von körperlichem Training mit kognitiven, behavioralen und erlebnisbezogenen Interventionsformen  unterstützt die Verbesserung von Körperfunktionen und -strukturen, die Förderung psychosozialer Ressourcen und die Initiierung und Aufrechterhaltung eines körperlich aktiven Lebensstils. Mit dem internetgestützten eTraining werden zudem alternative Betreuungsformen untersucht.

Rehabilitationsforschung

Bewegungstherapie ist zentraler Bestandteil in der Rehabilitation von Menschen mit chronischen Krankheiten und anderen Gesundheitsstörungen. Die Optimierung der bewegungsbezogenen rehabilitativen Versorgung ist insbesondere mit Blick auf ein breites Gesundheitsverständnis (ICF der WHO) von besonderer Bedeutung. Im Mittelpunkt stehen die Konzeption, Implementation und Evaluation innovativer rehabilitativer Versorgungskonzepte und Nachsorgemaßnahmen, die sich insbesondere durch einen integrativen, professionsübergreifenden Ansatz auszeichnen.

Interdisziplinäre Bewegungs- und Trainingswissenschaften

Die sportmotorische, biomechanische und sensomotorische Diagnostik sowie empirische Untersuchungen zu Wirkungen von Übung und Training stehen im Mittelpunkt des Bereichs interdisziplinäre Bewegungs- und Trainingswissenschaft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Untersuchung der Effektivität von sensomotorischen bzw. neuromuskulären Trainingsinterventionen in verschiedenen Anwendungsfeldern, wie z. B. im Bereich der Prävention und Therapie von Sportverletzungen im Leistungssport sowie im Alters- und Rehabilitationssport oder der Bewegungstherapie.