IMPAQT

Projektbeschreibung

IMPAQT ist ein europäisches Forschungsprojekt mit Partnern in sechs Ländern (Deutschland, Irland, Litauen, Niederlande, Polen, Rumänien) und einem Fördervolumen von insgesamt 1,7 Millionen Euro. Das Projekt wird im Rahmen der ERA4Health-Fördermaßnahme ‚HealthEquity‘ gefördert, für Deutschland durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Ziel des Projekts ist die Verbesserung von Politik zur Bewegungsförderung und ihrer Auswirkungen auf die gesundheitliche Chancengleichheit. Dies soll durch die Weiterentwicklung und Anwendung des Politikindex für bewegungsförderliche Lebenswelten (PA-EPI, engl. “Physical Activity Environment Policy Index“) erreicht werden. Das PA-EPI besteht aus 45 Gute-Praxis-Statements, die verschiedene politische Sektoren (u.a. Gesundheit, Sport, Verkehr, Stadtplanung) sowie strukturelle Aspekte der Bewegungsförderung (u.a. Surveillance, intersektorale Vernetzung, Politikevaluation) abdecken (vgl. Abbildung, Link).

Dieses Bild Zeigt das PEN PA-EPI
Abbildung 1: Politikindex für bewegungsförderliche Lebenswelten

IMPAQT ist in sieben Arbeitspakete gegliedert, von denen zwei durch die FAU geleitet werden: Die systematische Berücksichtigung von gesundheitlicher Chancengleichheit in allen Arbeitspaketen von IMPAQT (AP 1) sowie die Anpassung des PA-EPI auf die lokale Ebene (AP 2). In den Arbeitspaketen 3-6 wird das PA-EPI von der FAU in Deutschland angewendet, Arbeitspaket 7 umfasst Management und Dissemination.

Aktueller Prozess in Deutschland

Die Anwendung des Politikindex‘ in Deutschland führt zu drei Ergebnissen:

  • Bestandsaufnahme: Systematische Erfassung bestehender politischer Maßnahmen und deren Umsetzung zur Bewegungsförderung in Deutschland (Schwerpunkt: Bundesebene).
  • Bewertung: Bewertung der Umsetzung politischer Maßnahmen in Deutschland im Vergleich zu den 45 PA-EPI Gute-Praxis-Statements und internationalen Beispielen guter Praxis.
  • Politikbezogene Handlungsempfehlungen: Entwicklung von politikbezogenen Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Bewegungsförderung in Deutschland.

Am 23. Februar 2026 fand ein Workshop mit Akteuren der Bewegungsförderung in Deutschland statt, für den die Recherche-Ergebnisse in verschiedenen Formaten zur Verfügung gestellt wurden:

Aktuell läuft bis zum 13. März 2026 eine Online-Umfrage zur Entwicklung politikbezogener Handlungsempfehlungen zur Bewegungsförderung in Deutschland. Wir laden herzlich ein, sich unter folgendem Link an der Umfrage zu beteiligen: https://unioflimerick.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_9TgueUmAMHssShw

Die Entwicklung von politikbezogenen Handlungsempfehlungen wird voraussichtlich im Sommer 2026 abgeschlossen.

Publikationen

Heuvelman F., Birkholz L., Tcymbal A., Lakerveld J., Beulens J.W.J., Woods C., Abu-Omar K., Volf K., Sandu P., Jankauskiene R., Gobis A., Wachnicka J., Zukowska J., Gelius P., Schoonmade L.J., Messing S. & den Braver N. (2026). The impact of public policy on socioeconomic equity in physical activity: a systematic review. Int J Behav Nutr Phys Act. https://doi.org/10.1186/s12966-026-01880-6

Volf K., Kelly L., Van Hoye A., Garcia Bengoechea E., MacPhail A. & Woods, C. (2023). Assessing the implementation of physical activity-promoting public policies in the Republic of Ireland: a study using the Physical Activity Environment Policy Index (PA-EPI). Health Res Policy Sys 21, 63. https://doi.org/10.1186/s12961-023-01013-6

Woods C., Kelly L., Volf K., Gelius P., Messing S., Forberger S., Lakerveld J., den Braver N., Zukowska J. & Garcia Bengoechea E. (2022). The Physical Activity Environment Policy Index for monitoring government policies and actions to improve physical activity. European Journal of Public Health 32, Supplement_4, pages iv50-iv58. https://doi.org/10.1093/eurpub/ckac062

Projektdaten

Zeitraum: 04/2024 –03/2027
Fördergeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung, als Teil der EU-Partnerschaft ERA4Health (Horizon Europe)
Projektleiter FAU: Dr. Sven Messing
Projektteam FAU: Leonie Birkholz, Johannes Brandl, Dr. Antonina Tcymbal, PD Dr. Karim Abu-Omar, PD Dr. Wolfgang Geidl, Prof. Dr. Klaus Pfeifer