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SPOVID

SPOVID - „Examining physical activity and sports behavior in the face of Covid-19 pandemic: a social inequality perspective

Hintergrund

Die Studie SPOVID – „Examining physical activity and sports behavior in the face of Covid-19 pandemic: a social inequality perspective” zielt darauf ab, die Veränderung der körperlichen Aktivität in der deutschen Bevölkerung im Verlauf der Corona Pandemie zu untersuchen. Diese soll insbesondere im Kontext sozialer Ungleichheit analysiert werden. Die zur Eindämmung des Virus eingesetzten Maßnahmen haben enormen Einfluss auf das Aktivitätsverhalten der gesamten Bevölkerung. Repräsentative Daten zur sportlichen Aktivität im Oktober 2019 (vor der Pandemie) und im März/April 2020 (während des Lockdowns) haben gezeigt, dass sich die sportliche Aktivität signifikant reduziert hat (Mutz and Gerke (2020). Neben einer großen Bevölkerungsgruppe, die ihr Sporttreiben in der Phase des Lockdowns deutlich eingeschränkt hat, gibt es aber auch eine kleinere Gruppe in der deutschen Bevölkerung, die ihre Sportaktivität in diesem Zeitraum intensiviert hat. Es gibt also auch Menschen, die entgegen dem allgemeinen Trend, in der Corona-Zeit mehr Sport treiben als zuvor. Da sich die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus in den letzten Monaten schrittweise gelockert haben, zugleich aber die Pandemie das öffentliche Leben weiterhin bestimmt, ist die Analyse der Auswirkungen der Pandemie auf die körperliche Aktivität der deutschen Bevölkerung auch im weiteren Verlauf von großer Bedeutung.

Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts stehen daher folgende Fragen:

  1. Wie hat sich körperliche Aktivität (in verschiedenen Domänen und Settings) im Verlauf der Pandemie verändert?
  2. Welche sozialen Ungleichheitsmerkmale sind mit Anpassungen der körperlichen Aktivität assoziiert?
  3. Welche Zusammenhänge zeigen sich zwischen veränderten Mustern körperlicher Aktivität und dem subjektiven Wohlbefinden?

Forschungsvorhaben

Gemeinsam mit forsa, einem führenden Unternehmen für öffentliche Meinungsumfragen in Deutschland, wird ein Survey durchgeführt, um repräsentative Daten in Bezug auf die körperliche Aktivität und die mentale Gesundheit der deutschen Bevölkerung zu erhalten. Diese Umfrage schließt an die vorangegangenen Surveys von Oktober 2019 und April 2020 an. Das Fortführen der Datenerhebung erlaubt Trendanalysen in Bezug auf körperliche Aktivität und mentale Gesundheit zu verschiedenen Zeitpunkten der Pandemie. Darüber hinaus ermöglicht der Survey die gezielte Erweiterung der Analyse um eine soziale Ungleichheitsperspektive. Dies schließt auch differenzierte Analysen auf Ebene größerer Bundesländer (z.B. Nordrhein-Westfalen, Bayern) oder Bundeslandgruppen (ostdeutsche Länder) ein, sodass unterschiedliche Pandemieverläufe und Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer berücksichtigt werden können.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Anne Kerstin Reimers (FAU Erlangen-Nürnberg)

Prof. Dr. Michael Mutz (Justus-Liebig-Universität Gießen)

 

Projektmitarbeiterin:

Franziska Beck (FAU Erlangen-Nürnberg)

Literatur

Mutz, M., & Gerke, M. (2020). Sport and execise in time of self quarantine: How Germans changed their behaviour in the beginning of the Covid-19 pandemic. International Review for the Sociology of Sport.