DOSB-Projekt – „Zugewandert und geblieben“

Der Deutsche Olympische Sportbund will mit seinem neuen Projektvorhaben – gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit – ältere Migrantinnen und Migranten für bewegungsorientierte Sportangebote in Sportvereinen gewinnen.

Das Projekt wird durch das Institut für Sportwissenschaft und Sport der FAU Erlangen-Nürnberg wissenschaftlich begleitet.

Neben einer Prozess- und Ergebnisevaluation ist es die Aufgabe des ISS, die Aktivitäten des DOSB und seiner Mitgliedsverbände auf Basis der anwendungsorientierten wissenschaftlichen Erfahrungen des Instituts bei der Arbeit mit schwer erreichbaren Zielgruppen zu begleiten. Dabei sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Lösungen der organisierte Sport für die Bewegungs- und Gesundheitsförderung bei älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in seinen Strukturen erfolgreich umsetzen kann.

Das Projekt „Zugewandert und geblieben – Zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung mit dem besonderen Fokus auf ältere Frauen und Männer mit Migrationshintergrund“ läuft über einen Zeitraum von drei Jahren. Ziel ist es, ältere Migrantinnen und Migranten ab einem Alter von 60 Jahren zu mehr Bewegung und körperlicher Aktivität zu motivieren. Dabei entwickeln die Mitgliedsverbände und Vereine des DOSB zielgruppenspezifische Angebote und Maßnahmen.

Im Einzelnen wird das Projekt erfolgversprechende Angebote zur Gesundheitsförderung entwickeln und erproben. Wichtig dabei ist, dass Wege gefunden werden müssen, um diese Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Weiterhin werden zielgruppenspezifische Angebote und Maßnahmen des organisierten Sports konzipiert und umgesetzt sowie die Mitgliedsverbände und Vereine des DOSB für die Belange älterer Menschen mit Migrationshintergrund sensibilisiert. Im Rahmen des Projektes wird intensiv mit Migrantenorganisationen, aber auch weiteren Partnern zusammengearbeitet.

Der DOSB ist das Dach des deutschen Sports und vereint 98 Mitgliedsorganisationen mit mehr als 91.000 Vereinen und 27,8 Millionen Mitgliedschaften. Der DOSB setzt sich seit mehr als 25 Jahren für die Integration von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund in den organisierten Sport in Deutschland ein. Das Projekt „Zugewandert und geblieben“ kann daher auf den Erfahrungen verschiedener DOSB-Projekte aufbauen. Der DOSB bietet aufgrund seiner Infrastruktur und Expertise gute Voraussetzungen für eine ganzheitliche Gesundheitsförderung bei älteren Migrantinnen und Migranten. Ziel ist es, dass die Projektergebnisse nachhaltig in die breite Verbands- und Vereinsstruktur des DOSB überführt werden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Kurzüberblick

Zeitraum der Projektlaufzeit: Juni 2013 – Mai 2016
Ansprechpartnerinnen: Andrea Wolff und Dr. Annika Frahsa
Auftraggeber: DOSB, Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit
www: http://www.integration-durch-sport.de/de/integration-durch-sport/projekt-zug/

Handreichungen: