Implementierung und Evaluation eines peer-to-peer Ansatzes zur bewegungsfördernden Prävention demenzieller Erkrankungen im Rahmen des Programms GESTALT unter besonderer Berücksichtigung sozialer Ungleichheit

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GESTALT (GEhen, Spielen und Tanzen Als Lebenslange Tätigkeiten), erprobt den Transfer eines multimodalen Bewegungsprogramms zur Prävention demenzieller Erkrankungen in die praktische Arbeit von Präventionsanbietern in Erlangen. Im Rahmen von kooperativen Planungsgruppensitzungen wurde das Bewegungsprogramm mit den Partnern geplant, implementiert und evaluiert. Zudem gelang ein Aufbau von Gesundheitsförderungsstrukturen in Erlangen. Die Teilnehmer, mit erhöhtem Risiko für Demenz, sollen innerhalb des sechsmonatigen Interventionszeitraums nachhaltig an einen aktiven Lebensstil gebunden werden.

Seit Herbst 2012 wurde eine zweite Runde der GESTALT-Intervention unter Aktivierung neuer Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgeführt. Hierbei wurde verstärkt die Zielgruppe der sozial Benachteiligten, körperlich Inaktiven und sozial isoliert lebenden Menschen in den Fokus gerückt. Die Trägerschaft wurde von der Volkshochschule in Erlangen übernommen.

Kurzüberblick

Zeitraum: 2012-2013
Projektflyer zum download: Gestalt II
Projektkoordinator: Prof. Dr. Alfred Rütten
Projektmitarbeiter: Andrea Wolff und Anna Streber
Auftraggeber: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit im Rahmen der Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern

Ziele

Hauptziele von GESTALT sind die Verbesserung physischer, kognitiver und psychosozialer Ressourcen bei älteren Menschen, sowie der kooperative Aufbau von Gesundheitsförderungsstrukturen zur Prävention demenzieller Erkrankungen mit Präventionsanbietern aus Erlangen.

Ein weiteres Ziel ist es, den Transfer des Bewegungsprogramms in die praktische Arbeit von lokalen Präventionsanbietern zu erproben sowie die Nachhaltigkeit des Programms mit den beteiligten Kooperationspartnern zu sichern.

Zielgruppe

Ältere Erwachsene (60 plus), die ein erhöhtes Risiko für Demenzerkrankungen aufweisen, aber bei denen keine derartige Erkrankung diagnostiziert wurde. Risikofaktoren sind u.a. genetische Disposition, Bewegungsmangel, erhöhtes Körpergewicht, leichte kognitive Einschränkungen (MCI), Bluthochdruck, verminderte soziale Kontakte, niedriger Bildungsstatus oder Depressionen. Auch Ehepartner/innen und Angehörige können an der Intervention teilnehmen.

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Interventionskonzept GESTALT

Das Interventionskonzept setzt sich aus zwei sich ergänzenden Bereichen, dem Bewegungsprogramm und der Telefonberatung, zusammen.

Bewegungsprogramm

Die Intervention beinhaltet eine nachhaltige körperliche Aktivierung der Probanden. Die Teilnehmer sollen befähigt werden, auch nach Ende der Intervention einen körperlich aktiven Lebensstil aufrecht zu halten. Die Intervention beinhaltet derzeit am Modellstandort Erlangen ein zweimal wöchentlich stattfindendes integriertes Bewegungsprogramm. Dieses gliedert sich in ein körperliches Trainingsprogramm mit einer Dauer von 60 Minuten und in die Stunde integrierte, moderiertes Gruppengespräch von 30 Minuten.

Die Inhalte des integrierten Trainingsprogramms orientieren sich an den Themenfeldern

  • Tanz und Bewegung zu Musik,
  • Sport und Spiel,
  • Bewegung im Alltag.

Es wird eine Integration von kognitiver, physiologischer und sozialemotionaler Stimulierung bei den Teilnehmern angestrebt. Durch die Übungen wird eine circa sechzigprozentige Herzfrequenzbelastung der Teilnehmer erzielt.

Um zu erreichen, dass die Teilnehmer weiterhin selbständig trainieren, werden externe Anbieter bzw. Übungsleiter von Sport- und Bewegungsprogrammen zu den Gruppentreffen eingeladen. Die Trainingsgruppe besucht auch Sporteinrichtungen, die auf das Trainingsprogramm ausgerichtet sind.

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Telefoncoaching

Die telefonische Bewegungsberatung soll die körperliche Aktivierung der Teilnehmer hinsichtlich der Nachhaltigkeit unterstützen. Sie beinhaltet die Erstellung von Bewegungsplänen, die Erörterung von Problemen und Erfolgen sowie die Vermittlung von Handlungskompetenzen in Bezug auf Bewegung. Die Beratung findet einmal pro Monat statt.

Kontakte und Zuständigkeiten

Projektträger von GESTALT II und Ansprechpartner für Erlangen

Volkshochschule Erlangen
Friedrichstraße 19-21
91054 Erlangen

Ansprechpartnerin:
Frau Uta Barusel
uta.barusel@stadt.erlangen.de
Tel.: 09131 / 86 2771