PASEO – Aufbau politischer Kapazitäten zur Gesundheitsförderung durch Bewegung bei inaktiven älteren Menschen

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Programme zur Bewegungsförderung für ältere Menschen entwickelt. Allerdings werden diese Programme bislang nur unzureichend genutzt. Ziel des von der EU geförderten PASEO-Projektes ist es, die Implementation von Programmen zur Bewegungsförderung bei inaktiven älteren Menschen durch den Aufbau der notwendigen politischen Kapazitäten zu verbessern.

Kurzüberblick

Zeitraum: 2009-2011
Projektposter zum download: PASEO – Poster
Projektflyer zum download: PASEO – Flyer
Projektkoordinator: Prof. Dr. Alfred Rütten
Projektmitarbeiter: Dr. Peter Gelius
Auftraggeber: Europäische Kommission, DG Sanco
WWW: www.paseonet.org (Nicht aktiv)

paseo

Aufbau von Allianzen

Im Mittelpunkt des PASEO-Projektes steht die Etablierung nationaler bzw. regionaler Allianzen, in deren Rahmen politische Kapazitäten für Bewegungsförderung bei inaktiven älteren Menschen aufgebaut werden sollen. In jedem der beteiligten Ländern bauen jeweils ein wissenschaftlicher Partner und eine Regierungsorganisation gemeinsam eine Allianz auf.

Schwerpunkte

Bei der Entwicklung politischer Kapazitäten stehen für PASEO zwei Schwerpunkte im Zentrum:

  • intersektorale Kapazitäten, z.B. Schaffung vernetzender Strukturen zwischen Organisationen aus verschiedenen Sektoren (z.B. Gesundheit, Sport, Soziales)
  • Kapazitäten innerhalb von Organisationen, z.B. Verbesserung der Personalsituation sowie von Kompetenzen und Kooperationen innerhalb von Organisationen.

Projektablauf

Das Projekt ist auf 30 Monate angelegt und in vier Arbeitspakete unterteilt.

  • Die Partner erfassen zunächst die bestehenden politischen Kapazitäten zur Gesundheitsförderung durch Bewegung bei inaktiven älteren Menschen (Arbeitspaket 1).
  • Anschließend wählen sie geeignete Partner für eine Allianz aus und beginnen mit deren Aufbau (Arbeitspaket 2).
  • Mit den Allianzpartnern wird ein Aktionsplan zur Entwicklung politischer Kapazitäten erarbeitet (Arbeitspaket 3).
  • Die Umsetzung dieses Aktionsplanes wird von den Partnern wissenschaftlich beobachtet (Arbeitspaket 4).

Aktionsplan und Kooperative Planung

Das zentrale Element beim Aufbau politischer Kapazitäten ist ein Kooperativer Planungsprozess zur Erarbeitung eines Aktionsplanes (Arbeitspaket 3). Auf sechs vorstrukturierten Treffen werden unter Leitung der beteiligten Regierungsorganisation und unter Moderation des wissenschaftlichen Partners mögliche Maßnahmen mit den Allianzpartnern erarbeitet, z.B.:

  • Aufbau vernetzender Strukturen zwischen verschiedenen Sektoren, Entwicklung von Kapazitäten innerhalb der beteiligten Organisationen,
  • Sensibilisierung politischer Akteure für die Bedeutung politischer Kapazitäten zur Bewegungsförderung bei inaktiven älteren Menschen,
  • Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten zur Implementierung des Aktionsplans,
  • Sicherung des Fortbestandes der nationalen Allianzen nach dem Ende des Projektes.